LEGO Botanicals 11512 Pothos, 372 Teile im Schatten der 1000er-Sets
Der Bausatz 11512 Hanging Golden Pothos ist gerade als Neuheit auf der offiziellen Seite gelistet, 372 Teile, Botanicals-Thema, keine Minifigur. Wir ordnen ihn mit den Zahlen aus unserer Datenbank ein: wie groß, wie lange die Bauzeit dauert, und wie er neben den anderen Neuheiten der Reihe aus diesem Jahr dasteht.

Der Pothos 11512 ist frisch als Neuheit auf der offiziellen Seite gelistet
Seit heute steht 11512 Hanging Golden Pothos offiziell auf der Neuheitenliste. Der Bausatz gehört zum Jahrgang 2026 und zur Botanicals-Reihe, jenem Zweig, der seit Jahren Pflanzen statt Raumschiffe baut. 372 Teile, keine Minifigur, ein Modell, das an der Wand oder am Regal hängen soll statt auf dem Schreibtisch zu stehen. Der Name verrät das Motiv: ein goldgefleckter Efeutute-Ableger, wie er in unzähligen Wohnzimmern in Übertöpfen hängt.
Damit reiht sich das Set nahtlos in ein Konzept ein, das die Reihe seit ihrem Start verfolgt: reale Pflanzen in Klemmbausteinen nachbilden, ohne Fantasie-Add-on, ohne Fahrzeug, ohne Geschichte drumherum. Wer die Reihe kennt, weiß, was ihn erwartet: Blätter aus geformten Elementen, ein Topf oder eine Aufhängung, und ein Enddesign, das eher wie Dekoration als wie ein Spielzeug wirkt.
Mit Rang 26 von 50 liegt der Pothos im unteren Mittelfeld der Botanicals-Datenbank
In unserer Datenbank zählen wir aktuell 50 Sets unter dem Botanicals-Banner. Nach Teilezahl sortiert landet der Pothos auf Platz 26, also knapp unterhalb der Mitte. Das ist keine Blamage, aber auch kein Ausreißer nach oben. Der Durchschnitt der gesamten Reihe liegt bei 443 Teilen, der Pothos bleibt mit seinen 372 Teilen rund 100 Teile darunter.
Wer also erwartet, dass jede neue Botanicals-Veröffentlichung automatisch größer und teileintensiver wird als der Schnitt, wird hier eines Besseren belehrt. Die Reihe wächst zwar in der Stückzahl der Sets, aber nicht jedes neue Modell zielt auf Rekorde. Der Pothos ist ein Einstiegs- bis Mittelklasse-Bau, kein Prestigeobjekt.
Acht weitere Neuheiten aus demselben Jahrgang zeigen, wie bescheiden 372 Teile wirklich sind
2026 ist für Botanicals ein dichtes Jahr, und der Pothos ist bei weitem nicht die einzige Neuvorstellung. Tulip Bouquet kommt auf 576 Teile, also etwa 200 mehr. Sunflower Bouquet bringt es auf 686 Teile, rund 300 mehr als der Pothos. Flower Wall, das aufwendigste Set des Jahrgangs, hat 879 Teile, also etwa 500 mehr. Auch Peace Lily mit 474 Teilen und Woodland Mushrooms mit 806 Teilen liegen klar über dem Pothos, um etwa 100 beziehungsweise etwa 400 Teile.
Nur zwei Sets aus demselben Jahrgang sind kleiner: Rocking Plants mit 253 Teilen, etwa 100 Teile weniger, und Daisies mit 133 Teilen, etwa 200 Teile weniger. Flowering Cactus mit 482 Teilen liegt wieder etwas über dem Pothos, um etwa 100 Teile. Der Pothos sitzt damit im unteren Drittel des eigenen Jahrgangs, größer als die kleinsten Neuheiten, aber deutlich kleiner als die Schwergewichte desselben Jahres.
Was das praktisch bedeutet: Der Pothos ersetzt keine bestehende Pflanze im Katalog, er ergänzt das Sortiment schlicht um eine weitere Art. Peace Lily bleibt die nächstliegende Vergleichsgröße unter den 2026er-Neuheiten, beide sind kompakte Topfpflanzen-Modelle ohne den Anspruch, ein Wandstück oder Statement-Objekt zu sein.
Die Botanicals-Reihe ist seit 2021 auf 50 Sets gewachsen, und 2026 allein bringt 20 davon
Die Reihe existiert laut unserer Datenbank seit 2021 und zählt inzwischen 50 Sets, wovon 20 allein in diesem Jahr erschienen sind. Das ist eine beachtliche Verdichtung: Fast jedes zweite Set der gesamten Reihenhistorie stammt aus 2026. Die Botanicals-Familie ist also nicht mehr die Nische von vor fünf Jahren, sie ist zu einem der aktivsten Themen im Portfolio geworden.
Der Rekordhalter bleibt Bird of Paradise aus dem Startjahr 2021 mit 1173 Teilen, dicht gefolgt von Flower Arrangement aus 2025 mit 1163 Teilen. Beide liegen etwa 800 Teile über dem Pothos. Auch Wildflower Bouquet aus 2023 mit 939 Teilen und das bereits erwähnte Flower Wall aus 2026 mit 879 Teilen zeigen, wohin sich die Reihe bei den Flaggschiffen entwickelt: in Richtung vierstelliger Teilezahlen. Der Pothos spielt in dieser Liga nicht mit, und das muss er auch nicht.
Wenige Teile bedeuten kurze Bauzeit und einen kompakten Platz im Regal
372 Teile sind in der Botanicals-Welt ein Nachmittagsprojekt, kein Wochenendbau. Verglichen mit den Sets jenseits der 800 oder 900 Teile, bei denen man Blatt für Blatt über Stunden steckt, ist der Pothos ein Set, das sich in einer Sitzung fertigstellen lässt. Für alle, die Botanicals als entspannten Feierabend-Bau nutzen und nicht als mehrtägiges Projekt, ist das ein klarer Vorteil.
Auch bei der Standfläche zahlt sich die kompakte Teilezahl aus. Ein hängendes Modell wie dieses braucht ohnehin keinen Sockel wie ein Blumenstrauß-Set, sondern einen Haken oder ein Regalbrett. Wer wenig Platz hat oder mehrere Botanicals-Sets nebeneinander zeigen will, profitiert von einem Modell, das nicht die Fläche von Flower Wall mit seinen 879 Teilen beansprucht.
Keine Minifigur an Bord, aber das ist bei Botanicals die Regel, nicht die Ausnahme
Wer eine Spielfigur erwartet, wird enttäuscht, aber überrascht sollte niemand sein. Der Pothos kommt ganz ohne Minifigur, was zum Charakter der gesamten Reihe passt. Botanicals ist als reines Deko- und Bauthema konzipiert, die Top-15-Sets nach Teilezahl in unserer Datenbank, von Bird of Paradise über Flower Arrangement bis Bonsai Tree, sind ausnahmslos Pflanzenmodelle ohne Figuren.
Das ist konsequent: Eine Figur würde bei einem Wanddeko-Objekt schlicht keinen Sinn ergeben. Wer Botanicals kauft, kauft ein Stillleben zum Selberbauen, kein Spielset. Enttäuschung wäre hier fehl am Platz, wer Figuren will, ist in einem anderen Themenbereich des Katalogs besser aufgehoben.
Wer zugreifen sollte und wer besser zur Peace Lily oder zur Flower Wall greift
Der Pothos eignet sich für alle, die in Botanicals einsteigen wollen, ohne sich gleich an ein 800-Teile-Projekt zu wagen. Er passt auch für alle, die bereits mehrere größere Botanicals-Sets besitzen und eine kleinere, schnellere Ergänzung fürs Regal suchen, die farblich mit dem goldgrünen Blattmuster einen eigenen Akzent setzt. Für Hängepflanzen-Fans, die bislang nur Töpfe und Sträuße im Regal hatten, ist er zudem die erste Option dieser Art im aktuellen Jahrgang.
Wer dagegen auf ein Statement-Stück fürs Wohnzimmer aus ist, das Besuch beeindrucken soll, sollte eher zu Flower Wall mit 879 Teilen oder, wenn Budget für ein größeres Projekt vorhanden ist, zu den Spitzenreitern Bird of Paradise oder Flower Arrangement greifen. Auch wer möglichst viele Bauschritte für sein Geld erwartet, findet mit 372 Teilen im Vergleich zu den großen Namen der Reihe eher wenig Bausubstanz.
Unsere Kritik: solide, aber ohne den Ehrgeiz der großen Botanicals-Namen
Unsere größte Reserve betrifft die Positionierung: Mit Rang 26 von 50 nach Teilezahl ist der Pothos ein Set, das im Katalog leicht untergeht, gerade weil 2026 selbst schon Sets wie Woodland Mushrooms mit 806 Teilen oder Flower Wall mit 879 Teilen liefert. Ein Hängepflanzen-Modell hätte als Kategorie-Neuheit ruhig etwas mehr Substanz vertragen können, um sich von den kleineren Sets wie Daisies mit 133 Teilen klarer abzugrenzen.
Zum Modell selbst liegt uns noch kein interaktives 3D-Modell vor, wir können die genaue Bautechnik der Blattstruktur also nicht im Detail beurteilen, nur die Eckdaten aus der offiziellen Neuheitenliste. Das ist bei einer druckfrischen Ankündigung normal, sollte aber niemanden davon abhalten, vor dem Kauf einen Blick auf die Produktbilder zu werfen, wenn Details wie die Befestigung der Rankenteile wichtig sind.
Unsere Meinung
Der Pothos ist ein solides, aber bewusst kleines Kapitel in einer Reihe, die inzwischen auch ganz andere Dimensionen kann. Er erfüllt genau das, was ein Hängepflanzen-Set in dieser Größenklasse erfüllen soll: schneller Bauspaß, dekoratives Ergebnis, keine Ansprüche auf Rekorde. Wer eine kompakte, schnelle Ergänzung zur Sammlung sucht oder gerade erst mit Botanicals anfängt, macht mit diesem Set nichts falsch. Wer dagegen auf das nächste große Ding wartet, das mit Bird of Paradise oder Flower Wall mithält, muss woanders suchen. Für das, was es sein will, ein ordentliches, aber kein aufregendes Set.
Wertung der Redaktion 6 Steine von 10
Die Sets, um die es geht
Häufige Fragen
Wie viele Teile hat das Set 11512 Hanging Golden Pothos?
Das Set besteht aus 372 Teilen. Damit liegt es auf Rang 26 von 50 Sets in unserer Botanicals-Datenbank und etwa 100 Teile unter dem Reihendurchschnitt von 443 Teilen. Es zählt zu den kleineren bis mittelgroßen Modellen der Reihe, ist aber kein Rekordhalter.
Enthält das Set eine Minifigur?
Nein, der Pothos kommt ganz ohne Minifigur. Das entspricht dem Konzept der gesamten Botanicals-Reihe, die reine Pflanzenmodelle für Regal oder Wand baut. Auch die größten und bekanntesten Sets der Reihe, etwa Bird of Paradise oder Flower Arrangement, verzichten auf Spielfiguren.
Wie schneidet der Pothos im Vergleich zu den anderen 2026er-Botanicals-Neuheiten ab?
Von acht weiteren 2026er-Neuheiten sind nur Rocking Plants mit 253 Teilen und Daisies mit 133 Teilen kleiner. Sets wie Sunflower Bouquet mit 686 Teilen, Woodland Mushrooms mit 806 Teilen und Flower Wall mit 879 Teilen liegen deutlich darüber, teils um etwa 500 Teile.
Was ist das bisher größte Set der Botanicals-Reihe?
Bird of Paradise aus dem Startjahr 2021 führt die Rangliste mit 1173 Teilen an, knapp vor Flower Arrangement aus 2025 mit 1163 Teilen. Beide liegen etwa 800 Teile über dem Pothos und zeigen, wie groß die Spanne innerhalb der Reihe inzwischen geworden ist.
Für wen eignet sich das Set 11512 am besten?
Für alle, die in die Botanicals-Reihe einsteigen wollen, ohne gleich ein mehrere hundert Teile umfassendes Projekt zu starten, sowie für bestehende Sammler, die eine kleine, schnelle Ergänzung fürs Regal suchen. Wer ein großes Statement-Stück will, greift besser zu Flower Wall oder Bird of Paradise.
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