Die Enterprise-Brücke mit 1701 Teilen und acht Figuren im Icons-Regal
Das neue Set 11385 stellt die Brücke der Enterprise nach, mit 1701 Teilen und acht Minifiguren aus der Originalcrew. Wir haben die Zahlen gegen den Rest der Icons-Reihe gelegt. Ergebnis: ein Set, das eher durch seine Besatzung überzeugt als durch schiere Größe.

Eine Kommandobrücke aus 1701 Teilen ist neu im Icons-Programm
Set 11385 heißt offiziell Star Trek: U.S.S. Enterprise NCC-1701 Bridge und steht seit heute als Neuheit im Shop. Es gehört zur Icons-Reihe, also zu jener Linie, die sich an erwachsene Sammler richtet und Ausstellungsstücke statt Spielsets liefert. Mit 1701 Teilen ist es kein Zwerg, aber auch kein Monument.
Bemerkenswert ist die Wahl des Motivs. Statt das gesamte Raumschiff zu bauen, konzentriert sich das Set auf die Brücke. Das ist ein Ansatz, den wir mögen: Man baut einen Raum, in dem etwas passiert, und nicht bloß eine Hülle. Eine Brücke lebt von ihren Stationen, ihren Sitzen und den Menschen darin.
Für unsere Datenbank ist das Set ein interessanter Fall. Es ist der Jahrgang 2026, es taucht in der Neuheitenliste auf und steht nicht auf der Liste der auslaufenden Sets. Ein 3D-Modell liegt bei uns noch nicht vor, deshalb bleiben wir bei Zahlen und Namen und verzichten auf Spekulationen über Details der Konstruktion.
Acht Minifiguren machen aus dem Set eine komplette Crew
Der eigentliche Trumpf steht in der Figurenliste. Enthalten sind Captain James T. Kirk, Science Officer Spock, Dr. Leonard McCoy, Lt. Cmdr. Montgomery Scott (Scotty), Communications Officer Lt. Nyota Uhura, Navigator Ensign Pavel Chekov, Helmsman Lt. Hikaru Suli und Nurse Christine Chapel. Das sind acht Figuren, und sie decken die Kernbesatzung ab.
Acht Minifiguren sind für ein Set dieser Größenklasse ein starkes Argument. Viele Icons-Sets liefern gar keine Figuren mit, weil sie Fahrzeuge, Gebäude oder Blumen darstellen. Hier bekommt ihr dagegen eine ganze Mannschaft, die auf der Brücke verteilt werden will. Das verändert die Wirkung im Regal erheblich, denn eine leere Kommandozentrale ist eben nur Kulisse.
Man muss allerdings ehrlich sein: Wer die Serie nicht kennt, sieht acht Figuren in Uniformen. Wer sie kennt, sieht Kirk im Kommandosessel und Scotty, der wahrscheinlich gerade etwas repariert. Genau diese Zielgruppe adressiert das Set, und sie wird die Namensliste mit einem Lächeln lesen.
Platz 35 von 86: Die Brücke liegt im Icons-Katalog genau im breiten Mittelfeld
In unserer Datenbank stehen 86 Icons-Sets, sortiert nach Teilezahl belegt 11385 den Platz 35. Das ist kein Ausreißer nach oben und keiner nach unten. Das Set sitzt im Mittelfeld, dort, wo die meisten Sets liegen, die man an einem Wochenende oder an ein paar Abenden bauen kann.
Die Reihe existiert seit 2020, der aktuelle Jahrgang ist 2026. In dieser Zeit hat sich die Linie zu einer breiten Spielwiese entwickelt: Architektur, Fahrzeuge, Botanik, Lizenzthemen. Star Trek fügt sich da gut ein, weil es Nostalgie und Ausstellbarkeit verbindet, genau das, was die Reihe seit Jahren verkauft.
Der Platz 35 sagt allerdings wenig über die Qualität aus. Teilezahlen messen Umfang, nicht Design. Ein Set mit weniger Steinen kann eleganter sein als eines mit vielen, und umgekehrt. Wir nutzen die Rangliste deshalb als Orientierung und nicht als Urteil.
Der Katalogdurchschnitt von 2085 Teilen liegt über diesem Set
Der Durchschnitt aller Icons-Sets in unserer Datenbank beträgt 2085 Teile. Die Brücke mit 1701 Teilen bleibt darunter. Das überrascht kaum, denn der Schnitt wird von den Schwergewichten nach oben gezogen. Der Eiffel Tower führt die Reihe mit 10001 Teilen an, gefolgt von der Titanic mit 9092 und dem Colosseum mit 9036.
Auch das Jahr 2026 bringt einen Koloss: The Lord of the Rings: Minas Tirith kommt auf 8278 Teile und ist damit das viertgrößte Set der Reihe. Hinter den ganz Großen folgt Rivendell mit 6181 Teilen. Gegen diese Bauwerke wirkt die Enterprise-Brücke fast bescheiden.
Wir halten das nicht für einen Nachteil. Ein Durchschnitt, der von wenigen Riesen getrieben wird, ist ein schlechter Maßstab für ein typisches Set. Die Brücke liegt ungefähr dort, wo man ein Sammlerset erwartet, das man tatsächlich aufbaut und aufstellt, statt es jahrelang im Karton zu lassen.
Im Jahrgang 2026 steht die Brücke zwischen Leichtgewichten und Schwergewichten
In diesem Jahr gibt es in der Reihe bereits 19 Sets. Ein Blick auf die Nachbarn aus 2026 zeigt die Bandbreite. Sauron's Helmet hat 538 Teile, der Ferrari F2004 & Michael Schumacher 735, das Ford Model T 1060 und der Autumn Cottage Garden 1102. Diese vier liegen alle unter der Enterprise-Brücke.
Darüber finden wir die Douglas DC-3 PAN AM Airliner mit 1903 Teilen, den Arcade Pinball Machine mit 2274 und Stranger Things: The Creel House mit 2593. Nach oben endet die Skala mit Minas Tirith. Die Brücke ist also genau ein Mittelklassemodell im eigenen Jahrgang.
Interessant ist der Vergleich mit den anderen Lizenzsets. Sauron's Helmet und The Creel House sind ebenfalls Popkultur, aber beide ohne Figurenensemble dieser Art. Die Brücke ist das Set dieses Jahrgangs, das eine komplette Besatzung mitbringt. Wer Figuren mag, findet hier den stärksten Kandidaten von 2026.
Was 1701 Teile für Bauzeit und Platzbedarf bedeuten
1701 Teile sind ein Set für mehrere Abende, nicht für einen Nachmittag. Man kann es in Etappen bauen, ohne dass es zur Marathonaufgabe wird. Für Sammler, die zwischen Beruf und Familie wenig Zeit haben, ist das eine sympathische Größe: Der Fortschritt ist sichtbar, aber die Bauphase zieht sich nicht endlos.
Beim Platzbedarf halten wir uns zurück, denn Maße stehen uns nicht als gesicherte Angabe zur Verfügung. Wir können nur sagen, dass ein Innenraum-Diorama dieser Klasse in der Regel weniger Stellfläche braucht als ein Schiffsmodell mit derselben Teilezahl. Eine Brücke ist kompakt gedacht, und das hilft in kleinen Wohnungen.
Praktisch heißt das: Das Set passt in ein normales Regal, ohne dass man umräumen muss. Wer schon Enterprise-Modelle besitzt, kann die Brücke daneben stellen und hat plötzlich ein Innenleben für das Schiff.
Für wen sich die Brücke wirklich lohnt
Erstens für Star-Trek-Fans, die Figuren und Szenen wichtiger finden als ein spektakuläres Außenmodell. Die acht Charaktere sind der Kern des Angebots. Wer die Crew liebt, bekommt sie hier in einem Rutsch, samt Kulisse, ohne einzelne Figuren mühsam zusammensuchen zu müssen.
Zweitens für Sammler der Icons-Reihe, die eine Lücke zwischen den Riesenprojekten und den kleinen Botanik-Sets füllen wollen. Bei 1701 Teilen ist das Set ein guter Einstieg in das Thema, ohne dass man gleich einen ganzen Schreibtisch dafür freiräumen muss.
Drittens für alle, die Dioramen mögen. Eine Brücke erzählt Geschichten: Man kann die Figuren umstellen, Szenen nachspielen oder einfach nur ansehen, wer gerade wo sitzt. Das ist ein Ausstellungsstück mit Spielanreiz, was in der Icons-Reihe selten vorkommt.
Wer das Set besser auslässt
Wer Star Trek nur am Rande kennt, findet hier wenig Neues. Die Faszination hängt an Namen wie Spock, Uhura oder Chekov. Ohne diese Verbindung bleibt ein Innenraummodell, das im Icons-Katalog von vielen Alternativen umgeben ist, die ohne Vorwissen funktionieren.
Auch Fans großer Schaustücke kommen woanders eher auf ihre Kosten. Wer Eindruck durch Größe sucht, greift zu Titanic, Colosseum oder Minas Tirith. Diese Sets ragen mit Tausenden Teilen über das Mittelfeld hinaus, während die Brücke ein Set der leisen Details ist.
Und wer gern das ganze Schiff im Regal hätte, wird von einer Brücke allein nicht satt. Sie zeigt einen Ausschnitt, keinen Gesamteindruck. Das kann man als Konzentration auf das Wesentliche sehen oder als Einschränkung. Wir sehen beides.
Unsere Vorbehalte: Ohne Detailfotos bleibt vieles offen
Eine ehrliche Einschätzung muss auch sagen, was wir nicht wissen. Ein 3D-Modell fehlt in unserer Datenbank, wir können also weder die Sitzanordnung noch die Bauweise der Konsolen beurteilen. Ob die Brücke am Ende so glaubwürdig wirkt, wie die Figurenliste verspricht, entscheidet sich an solchen Details.
Außerdem bleibt die Frage, wie das Set gegen den Rest des Jahrgangs bestehen wird. Der Jahrgang 2026 ist stark besetzt, mit Lizenzthemen von Ferrari bis Stranger Things. Konkurrenz gibt es also genug, auch im eigenen Haus.
Unterm Strich ist die Brücke ein solides Angebot mit einem klaren Alleinstellungsmerkmal: acht Figuren in einem Set, das zum Regal passt. Als Hitliste-Kandidat sehen wir sie nicht, als Fanset schon.
Unsere Meinung
Wir mögen die Idee, eine Brücke statt eines Schiffes zu bauen. Sie erlaubt Figuren, Szenen und ein überschaubares Format. Die acht Charaktere machen das Set zu mehr als einer Kulisse, und 1701 Teile sind eine vernünftige Menge für mehrere Bauabende.
Uns fehlt noch der Blick auf Details, und im Vergleich mit den Riesen der Reihe bleibt das Set unspektakulär. Für Fans der Serie ist es trotzdem eine klare Empfehlung, für alle anderen eine Option unter vielen. Wir vergeben sieben Bricks.
Wertung der Redaktion 7 Steine von 10
Die Sets, um die es geht
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Häufige Fragen
Wie viele Teile hat das Set 11385?
Das Set 11385 Star Trek: U.S.S. Enterprise NCC-1701 Bridge besteht aus 1701 Teilen. Damit liegt es im Mittelfeld der Icons-Reihe, auf Platz 35 von 86 Sets in unserer Datenbank, und unter dem Katalogdurchschnitt von 2085 Teilen. Für einen entspannten Bau über mehrere Abende ist die Größe gut geeignet.
Welche Minifiguren sind im Set enthalten?
Enthalten sind acht Minifiguren: Captain James T. Kirk, Science Officer Spock, Dr. Leonard McCoy, Lt. Cmdr. Montgomery Scott (Scotty), Communications Officer Lt. Nyota Uhura, Navigator Ensign Pavel Chekov, Helmsman Lt. Hikaru Suli und Nurse Christine Chapel. Damit ist die Kernbesatzung der Brücke vollständig vertreten.
Gehört das Set zur Icons-Reihe?
Ja, die Enterprise-Brücke ist Teil der Icons-Reihe, die seit 2020 existiert und sich an erwachsene Sammler richtet. In unserer Datenbank stehen 86 Sets dieser Linie, allein 19 davon im Jahrgang 2026. Das Set steht aktuell in der Neuheitenliste und nicht auf der Liste der auslaufenden Sets.
Ist die Brücke ein gutes Set für Einsteiger ins Thema?
Ja, sofern euch die Serie interessiert. Die Größe von 1701 Teilen ist überschaubar, die acht Figuren liefern sofort Geschichten und Atmosphäre. Wer Star Trek nicht kennt, findet in der Icons-Reihe leichter zugängliche Motive. Für Fans ist es dagegen ein sehr passender Einstieg in das Sammeln.
Welche Sets aus 2026 sind größer als die Brücke?
Größer sind The Lord of the Rings: Minas Tirith mit 8278 Teilen, Stranger Things: The Creel House mit 2593, der Arcade Pinball Machine mit 2274 und die Douglas DC-3 PAN AM Airliner mit 1903 Teilen. Kleiner sind unter anderem Sauron's Helmet, der Ferrari F2004 & Michael Schumacher, das Ford Model T und der Autumn Cottage Garden.
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